mein erstes konzerterlebnis mit ihnen, das ich eher als mitläufer in der markthalle gesehen hatte, war so beeindruckend, dass ich zukünftig kein konzert dieser band mehr verpassen will. und auch dieser gig war großartig und unsere kleine sechser-fangemeinde hatte wieder riesenspaß! der kurzweilige abschluss des abends im lunacy war standesgemäß.
vielsagende fotos vom konzert gibt’s hier, die spektakuläre dj><weiblicher-gast-konfrontation im lunacy habe ich leider nicht dokumentieren können
da ich dieses mal nicht selber gefilmt habe, einer meiner lieblingssongs vom pariser konzert dieser tour:
einen ausführlichen und bewegenden bericht (unter anderem von diesem konzert) hat christian erdmann in seinem blog verfasst (inzwischen auch mit drei fotos von mir).
hooky hat’s mir heute selber auf facebook erzählt: blue monday wird dreißig!
das hatte ich nicht auf dem schirm, wie ich mir bei so vielen liedern das genaue release-datum nicht merke, um deren geburtstag zu feiern. doch in diesem fall ist es etwas anderes.
hier geht’s um new order und ihren geniestreich blue monday. ein partykracher bis heute.
der erste kontakt
ich erinnere mich noch genau an das treffen mit volki in der eingangshalle der herderschule. “ich hab’ sie” oder sowas hat er geflüstert. vielleicht hatte er sie sogar dabei. ob von bohnhorst oder membran, weiß ich nicht mehr. sie war die bis heute meistverkaufte 12″ der welt (schlau: es gab keine 7″… außer in polen, aber die war auch nicht legal)! und ich lehne mich aus dem fenster: da kommt keiner mehr ran.
schuld daran sind allerdings auch die remixes aus 1988 und 1995, über die ich aber nicht schreiben möchte.
der track und die folgen
na klar war das erstmal auch so’n disco-ding, aber der schnöselige gesang von barnie und das unvergleichliche quäng*-bassspiel von hooky überwog klar die kleppigkeit**, so dass blue monday ganz eindeutig indie zum tanzen war.
außerdem ist new order sowieso über jeden zweifel erhaben, also musste man sich um seinen ruf keine sorgen machen, wenn man das großartig fand.
da haben mich die 12″s von subculture und bizarre love triangle später noch auf ganz andere proben gestellt, ja mich sogar in die arme der pet shop boys getrieben! tschüss, heile indie-welt hieß es da auf einmal. im grunde wegen new order.
charts
england neun, deutschland zwei.
bei mir ist es auf platz fünfzehn und sogar in der new order-wertung nur auf platz neun, sagt last.fm. aber die zählen ja erst seit 2007 mit, und seien wir mal ehrlich: ich gehe einfach nicht mehr soviel tanzen. deshalb ist wohl thieves like us mein meistgehörter new order-titel. romantik vor extase.
das cover
ein meisterstück im floppy-disc-design vom factory-haus-designer peter saville, der uns so viel freude mit seiner arbeit macht!
new order heute
gibt’s nicht mehr.
hooky hat sich mit dem rest verkracht, neulich gab’s nochmal ‘ne resteverwertung des letzten albums und so besuchen wir also bad lieutenant-konzerte, da gibt’s dann auch tolle new order-musik zu hören.
also, alles gute blue monday! auf die nächsten dreißig!
*mit quäng beschreibt cohrsi das bassspiel von hooky **kleppig ist ein von cohrsi erfundes abschätziges adjektiv, das in etwa discoscheissovergroundprollpoppig heißt
mehr kann man nicht erwarten und ich freue mich auf’s nächste jahr.
da mein arbeitgeber die teilnahme an barcamps ausdrücklich unterstützt, gegebenenfalls auch bezahlt und dies (zu recht) als fortbildungsmaßnahme sieht, wird mein ausführlicher bericht in der nächsten woche im hermes-blog erscheinen.
wenn ich schon al jourgensens konzert gestern im docks geschwänzt habe, muss ich wenigstens auf einen seiner besten tracks aufmerksam machen.
hier die 7″-version seines ’91er klassikers:
dass wir im letzten jahr nicht ein einziges mal auf sylt waren, ist kaum zu glauben!
in diesem jahr werden wir es aber wieder häufiger machen, denn die guten sechs stunden hin- und rückfahrt zu einem unschlagbaren preis (schleswig-holstein-ticket, altona bis westerland und zurück) sind diese mini-erholung absolut wert!
deshalb sind wir auch kurzentschlossen am pfingstmontag mal wieder mit anja und ralf dahingedüst.
tolle idee von herrn evertz.
ich weiß nicht, was aus seinem schokocamp geworden ist, aber dieser aufhänger sollte wirklich für andrang sorgen: facebook als thema für ein barcamp klingt verlockend und das hat in die in die jahre gekommene hamburger ‘city nord’ eine menge leute gelockt:
herr schwenke hat uns informativ gesiezt, silke schippmann lustige community-geschichten zum besten gegeben und sven wiesner wartete mit einer beeindruckenden erfolgsstory auf.
leider mussten ascha75 und ich nach dem ersten tag die segel streichen, aber wir freuen uns auf eine neuauflage!
nach ungefähr 200 metern kamen mir erste zweifel: muss das sein? es ist dunkel und minus sieben grad.
außerdem gehen die ganzen leute gerade nach hause.
außerdem befindet sich tanja noch in der gewalt dieser jugendlichen gewalttäter.
außerdem ist der kühlschrank bis oben hin voll mit bierflaschen.
außerdem zwickt’s in der leiste.
außerdem hat der übungsleiter gesagt, ich soll heute gar nicht laufen.
und wenn ich da vorne rechts abbiege, muss ich nicht mal umdrehen, um nach hause zu kommen.
jetzt ist der moment gekommen, in dem sich wahre charakterstärke zeigt: weiterlaufen.
untervierstunden ist schließlich das ziel.
und es lohnt sich:
klare trockene luft!
niedliche kaninchen, die sich mit den sich unter dem schnee befindenden leckeren gefrorenen grashälmchen den wanst vollschlagen!
quakende entlein, die sich ihren kleinen raum behaglichkeit auf der wandse lustig paddelnd eisfrei halten!
der fernsehturm vor dem dunkelstblauen himmel, der in richtung horizont in das warme orange der beleuchteten stadt verläuft!
die anderen blöden jogger!
ratten, die fröhlich über den schneebedeckten wegrand hüpfen!
und ich!