depeche mode in hamburg

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es war nach meinem ersten und letzten konzert in der sporthalle (depeche mode am 09. dezember 1984), als ich mich entschied, nie wieder derartige massenveranstaltungen zu besuchen: schlechter sound, band zu weit weg, zu viele leute, stimmung mit optimierungspotenzial.

daran habe ich mich auch gehalten und so war alles, das größer als die große freiheit war, für mich tabu. dann konnte ich da eben nicht hingehen, wenn jemand meinte, er müsse auf der trabrennbahn seine fans im matsch versinken lassen: bitte. ohne mich. und es hat mir angesichts der zu erwartenden unannehmlichkeiten auch nichts ausgemacht.

so habe ich auch im letzten jahr die konzertankündigung von depeche mode mit etwas wehmut registriert. zu groß und außerdem auch viel zu teuer, tröstete ich mich. kein thema. und als christine bei facebook freudig ihren kartenkauf vermeldete, kam kein neid auf. soll sie doch. pfff.

und so lebte ich mein leben in aller seelenruhe weiter.
bis montag früh. da erhielt ich toddis facebook-post, ob wir uns denn abends sehen würden. beim depeche-mode-konzert. plötzlich reue. ja, das volksparkstadion ist groß, aber es sind depeche mode. die kommen auch nicht mehr alle naselang vorbei. das letzte album hast du doch auch gekauft. und es ist gut. scheiß auf groß, die waren live schon immer ganz weit vorn. warum hast du keine karte? ich war traurig.

da hatte ich die rechnung ohne christine gemacht: eine freundin hatte karten und wollte nicht hin! ich habe zwei stunden darüber nachgedacht, mir meine karte abgeholt, war noch kurz beim friseur und dann ab nach stellingen.

eine kleine hürde gab es allerdings noch zu überwinden: nachdem mir der chef von eingang südwest wegen meiner spiegelreflexkamera den einlass verwehrte, war ich geschockt schon wieder auf dem rückweg zur s-bahn. wo sollte ich das ding lassen? im gebüsch verstecken?
wütend ich nahm all meinen mut zusammen und ging zurück. ich versuchte es bei eingang südost. „mach‘ mal die tasche auf.“ gern. „mit der kamera kommst du nicht rein, geh‘ mal da hinten zu dem tisch und gib sie da ab.“ ach so. irgendwann werde ich dem südwest-kollegen auflauern und ein foto von ihm machen! arschloch.

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selbstverständlich hatte ich die kompakte lumix noch dabei, die man natürlicherweise mit ins stadion nehmen durfte, und so konnte ich doch noch fotos von diesem überwältigendem konzert machen.

es ist beeindruckend, wie unglaublich kraftvoll und intensiv die herren spielen. danke an toddi und christine, die mich doch noch ins stadion gebracht haben! und danke an depeche mode für diesen großartigen abend.
es war bewegend.

fotos
setlist
christines bericht

und falls jemand noch ein wenig gänsehaut braucht, bitteschön:

 

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